Abschlussprüfung Mediengestalter Sommer 2016, Alle Fachrichtungen: U5: Meta-Elemente

Definition „Meta-Elemente“ bzw. „Meta-Daten“ bzw. „Meta-Informationen“

Metadaten oder Metainformationen sind Daten, die Informationen über Merkmale anderer Daten enthalten, aber nicht diese Daten selbst.
Quelle: Wikipedia

Im Allgemeinen handelt es sich dabei primär um die („fälschlicherweise„) so genannten Meta-Tags, die im <head> einer Website notiert werden.

Unter modernen Gesichtspunkten kann man dazu allerdings auch die Opengraph-Tags sowie Rich Snippets zählen – ich glaube aber nicht, dass die IHK im Rahmen der Abschlussprüfung für Mediengestalter im Sommer 2016 darauf näher eingehen wird. Garantien gibt es dafür allerdings keine.

Generell machen Meta-Daten eine Datei nicht besser, sie werden im Normalfall noch nicht einmal dargestellt. Dazu können Sie beispielsweise auch die ID3-Tags bei MP3-Dateien sowie EXIF-Daten bei JPEG-Dateien zählen.

Nicht-Suchmaschinen-relevante META-Elemente in HTML

Angabe der Zeichenkodierung via META-Element

<meta charset="UTF-8">
<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8">

Beide Meta-Angaben können alternativ verwendet werden, heutzutage gebräuchlicher ist allerdings erstere. Damit Sonderzeichen im Dokument richtig angezeigt, aber auch Eingaben in Formularen korrekt übertragen werden können, ist diese Angabe unerlässlich. Natürlich muss für den Wert charset die korrekte Zeichenkodierung gewählt werden.

Wo sollte dieses Element notiert werden? Es wird empfohlen, es direkt nach dem öffnenden <head> einzubinden, damit aller folgende Content korrekt dekodiert werden kann.

Sprachkennzeichnung via META-Element

Die Angabe der Sprache als META wie folgt, ist heute nicht mehr zeitgemäß. Von Ihrer Nutzung wird dringend abgeraten, lassen wir die wirklich umfangreichen Gründe an dieser Stelle einmal außen vor. Wer daran dennoch interessiert ist, findet einen umfangreichen Artikel zur Sprachkennzeichnung via Meta-Element beim W3c.

<meta http-equiv="content-language" content="de"> oder <meta http-equiv="language" content="DE">

Auch folgende Angabe am html-Tag wird nicht mehr empfohlen:

<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" xml:lang="de" lang="de">

Verzichten Sie darauf bitte und deklarieren Sie die Dokumentsprache am html-Tag wie folgt:

<html lang="de">

Meta-Äquivalent „refresh“

<meta http-equiv="refresh" content="5; URL=http://www.tarthemes.com">

Mittels des http-Äquivalents „refresh“ lässt sich eine aufgerufene Webseite nach einem frei wählbaren Zeitintervall auf eine andere umleiten. In der Praxis sollte aus verschiedenen Gründen (z.B. Barrierefreiheit) darauf verzichtet werden.

Meta-Äquivalent X-UA-Compatible

<meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=edge, chrome=1">

Dieses Tag ist ausschließlich für den Internetexplorer gedacht und weist ihn dazu an, die Seite in einem bestimmten Modus zu rendern – denn der Internet-Explorer kann verschiedene seiner alten Versionen „emulieren“. Die oben angebene Notation gilt als Empfehlung. Eine ausführliche Erklärung dazu findet sich auf stackoverflow.

Autentifizierung für externe Dienste via META-Element

<meta name="alexaVerifyID" content="[ID-CODE]">
<meta name="msvalidate.01" content="[ID-CODE]">
<meta name="google-site-verification" content="[ID-CODE]">
<meta name="yandex-verification" content="[ID-CODE]">

Um zu verifizieren, dass eine Eignerschaft für eine bestimmte Seite besteht, die man bei Google, Bing, Alexa oder Yandex anmelden möchte,  stellen alle genannten Dienste dazu für einen individuell für die jeweilige Seite generierten Code zur Verfügung. Der im Code mit [ID-Code] gekennzeichnete Bereich variiert also je nach Site.

Suchmaschinen-relevante Meta-Elemente in HTML

Meta-Elemente in HTML dienen generell der maschinellen Verarbeitung von HTML-Dokumenten, für den User haben sie bis auf eine einzige Ausnahme (description) im Prinzip eigentlich gar keinen echten Mehrwert. Für die maschinelle Verarbeitung stellen sie Instruktionen zur Verarbeitung des Dokuments oder weitere Informationen zur Verfügung, die auf der Webseite in der Form ansonsten nicht auftreten.

In HTML gibt es eine Vielzahl an Meta-Elementen, eine gute Übersicht über die aktuellen Meta-Tags leistet der Suchmaschinen-Optimierungs-Dienstleister SISTRIX.

Schauen wir uns also nur einmal die wichtigsten an, die heutzutage noch eine Rolle spielen.

Das title-Tag

<title>Titel der einzelnen Webseite</title>

Ganz offensichtlich fällt das title-Tag aus dem Rahmen, es verfügt nicht über eine META-Angabe, sondern besitzt ein eigenes Tag. Inhaltlich zählt es aber dennoch zu den META-Elementen und ist eines der wichtigsten Kriterien für das Suchmaschinenranking überhaupt.

Allerdings ist es auch das einzige, das an verschiedenen Stellen visualisiert wird:

  1. Im Karteireiter oben im Browser.
  2. Als klickbarer Titel in den Sucherergebnissen (siehe Abbildung unten).
  3. Als Textvorschlag beim Anlegen eines Favoriten / Lesezeichens / Bookmarks.
  4. Beim Ausdruck neben dem Link zur Seite in der Fußzeile.

Merke: Jede einzelne Seite Ihrer Website sollte einen individuellen Titel haben und nach Möglichkeit das Keyword, für das die Seite optimiert werden soll, direkt am Anfang tragen.

Feststehende Begriffe, wie zum Beispiel der Name der betreibenden Firma, sollten als Postfix, nicht als Präfix verwendet werden!

Meta-Element: description

<meta name="description" content="Abschlussprüfung Mediengestalter, Thema XML - Alle wichtigen Fakten zum Thema in komprimierter Form mit anschaulichen Beispielen.">

Die Description (Beschreibung) spielt für das SEO-Ranking heutzutage keine Rolle mehr, wird aber immer noch als eines der wichtigsten Meta-Elemente für die CTR („Click-Trough-Rate“, also die Klickrate auf eine Anzeige/Suchmaschinenergebnis) bewertet. Dies hat einen einfach Grund, den man am besten an folgendem Beispiel aufzeigen kann:

TARThemes.com Metadaten

TARThemes.com Metadaten – „description“. Hinweis am Rande: die Übersetzungsfunktion lässt sich mittels Meta´s ebenfalls deaktivieren!

Fragen Sie sich selbst: Welchen beschreibenden Text finden Sie ansprechender? Welchen würden Sie eher klicken? Beim oberen Suchergebnis wurde die Meta-Description gesetzt, beim unteren darauf verzichtet.

Es handelt sich um nichts anderes als eine Kurzbeschreibung des Seiteninhalts in menschenlesbarer Form. Dieser sollte gegebenenfalls auch eine „Call-to-action“, also einen (Inter-) Aktionsaufruf beinhalten.

Verzichten Sie hingegen darauf, wird vergleichsweise wahllos ein beliebiger Textausschnitt aus der Webseite genommen, den die jeweilige Suchmaschine für relevant erachtet. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier ein Textausschnitt verwendet wird, der den eigentlichen kompletten Seiteninhalt widerspiegelt tendiert gegen Null.

Ein Tool zur Optimierung der Google-Snippets mit Vorschau und hilfreichen Instruktionen bietet ebenfalls SISTRIX. Eine Übersicht, wie man eine gute description schreibt auf YOAST.

Meta-Element: robots

<meta name="robots" content="index, follow">
<meta name="robots" content="index, nofollow">
<meta name="robots" content="noindex, follow">
<meta name="robots" content="noindex, nofollow">
<meta name="robots" content="noodp">
<meta name="robots" content="noydir">

Mit dem „robots“-Element lassen sich Anweisungen zur Verarbeitung der Seite beim Indexing durch Suchmaschinen definieren. Ein „Robot“ ist dabei das Programm der Suchmaschine, das ihre Website aufsucht und die Seiten indexiert. Grundsätzlich können Sie auf diese Angabe problemlos verzichten, dann werden grundsätzlich alle Seiten indexiert und der Robot folgt auch allen Links. Desweiteren wird – falls vorhanden – ein Auszugstext (Siehe „description„) aus dem ODP oder von YAHOO gewählt, falls keine Meta-Description existiert aber dort Einträge hinterlegt sind.

Folgende Optionen sind möglich:

index

Indexiert die Seite. Dabei handelt es sich um die Standardeinstellung, sie muss nicht explizit gesetzt werden.

noindex

Verzichtet darauf – die Seite wird bei Suchmaschinen nicht gelistet. Häufig bietet es sich an, diesen Wert zum Beispiel zur Verhinderung von „Duplicate Content“ auf Übersichtsseiten für Kategorien oder Schlagworte zu setzen.

follow

Hierbei handelt es sich um den Standard – der Robot versucht allen vorhandenen und erkennbaren Links zu folgen.

nofollow

Der Robot wird keinen Links auf der Webseite folgen, auf der diese Option gesetzt ist. Zumindest per Definition. Ob das in der Praxis auch tatsächlich so ist bzw. von den Suchmaschinen tatsächlich respektiert wird, wird vielerorts allerdings diskutiert und bestritten.

Hinweis: ein „no-follow“ lässt sich auf einer Webseite auch für jeden einzelnen Link setzen. Dies wird bei Blogs häufig im Kommentarbereich genutzt. Sinn und Zweck ist es, Off-Site-SEO zu unterbinden.

noodp bzw. noydir

Wird dieser Wert gesetzt, werden bei nicht vorhandener Meta-Description auch keine Beschreibungen aus dem Open Directory Project bzw. von YAHOO! verwendet, insofern sie dort vorhanden wären. In dem Fall wird ein durch die Suchmaschine frei gewählter Textauszug aus der Webseite verwendet.

Meta-Element: keywords

Früher wurden oftmals Schlüsselworte für eine Webseite gesetzt, die im Fließtext in dieser Form nicht vorkamen. Bis heute hält sich oft das Gerücht, dass dieses Element auch heutzutage noch genutzt werden sollte.

Dem ist aber defacto nicht so. Suchmaschinen werten es nicht mehr aus, da es ohnehin zumeist nur missbräuchlich verwendet wurde um auch mit artverwandten Keywords, Tippfehlern etc. zu ranken.

Weitere suchmaschinen-relevante Meta-Elemente, die heutzutage keine oder nur noch eine untergeordnete Rolle spielen

In der Kurzfassung, eine Übersicht gibt es ebenfalls bei SISTRIX – allerdings ohne Erklärung. Die wenigsten davon finden bei Suchmaschinen oder für die maschinelle Verarbeitung überhaupt noch Beachtung.

  • author: Angaben zum Autor eines Artikels. An sich eine feine Angelegenheit, bis vor einiger Zeit enthielt das Google-Listing auch einen Link mit Bild zum Social Media Profil (Facebook, Google+ etc) eines Autors. Dies basierte zwar auf einer anderen Grundlage (Author Rich Snippets), wurde aber bereits vor einiger Zeit wieder fallen gelassen.
  • generator: Weist aus, welches „Programm“ die Webseite erstellt hat. Content-Management-Systeme wie WordPress schreiben sich hier zum Beispiel gerne rein. Das mag zwar „interessant“ sein, ist aber oft eine potentielle Sicherheitslücke, da man so nach bestimmten „Generatoren“ (und deren Versionsnummer) suchen kann. Wird von keiner Suchmaschine für Ranking oder dergleichen verwendet.
  • revisit: Weist aus, in welchem Intervall eine Suchmaschine die vorliegende Seite erneut besuchen und ggf. indexieren soll. Wird m.W. nach nicht mehr genutzt. Die Suchmaschine ermittelt das Intervall aufgrund eines eigenen Algorithmus selbständig.

Welche (weiteren) Meta-Elemente nutzt Google?

Google stellt dazu in seinen umfangreichen Docs eine eigene Seite bereit. Diese dürften aber, insofern sie hier nicht schon gelistet sind, für die Prüfung bedeutungslos sein.

Meta-Elemente für Mobiles Webdesign

META viewport

<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0, user-scalable=yes">
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0, user-scalable=no">
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0, minimum-scale=0.5 maximum-scale=2.0">

Auch wenn Ihre Web-Anwendung auf dem Desktop-Monitor problemlos skalieren und umbrechen mag – SIE WIRD ES NICHT AUF EINEM MOBILGERÄT TUN! Zumindest wird sie dies nicht verlässlich auf jedem Mobilgerät tun, wenn Sie auf das viewport-Meta verzichten. Wieso, weshalb, warum soll für uns an dieser Stelle egal sein, einen ausführlichen Artikel mit Anwendungsbeispielen finden Sie jedoch auf Tuts+.

Das viewport-Meta verfügt über verschiedene wichtige Attribute, die ich im folgenden gerne kurz erklären möchte.

width=device-width

Um dies genau zu vermitteln, müsste ich sehr weit ausholen. Deshalb anbei nur die Kurzform, vollständig gibt´s das Ganze auf Sitepoint,

Ein Gerät wie das iPhone4 z.B. nutzt nicht nur einen Gerätepixel pro CSS Pixel – es verfügt über eine doppelte Pixeldichte.
Es verfügt über einen Screen Layout Viewport von 640×960px, die device-width beträgt somit lediglich 320×480px.

Verzichtet man auf das viewport-Meta, versucht das Gerät jeder Seite zu unterstellen, sie sei 980px breit – und quetscht sie dann in den 320x480px Bereich. Als Resultat erscheint die Seite auf Briefmarkengröße heraus gezoomt und ist einfach nicht mehr lesbar. Das ist keine Lösung. Lösen können Sie dies mit der ersten oben angegebenen Codezeile.

initial-scale

initial-scale beschreibt, wie weit „initial“ (also beim Aufruf der Seite) herein- bzw. herausgezoomed werden soll. Werte kleiner 1 zoomen heraus, Werte größer 1 herein. Beachten sie bitte den Punkt bei Fließkommawerten!

user-scalable

Definiert, ob der Nutzer überhaupt zoomen darf. Standardmäßig darf der Nutzer das. mit „no“ können Sie dies jedoch unterbinden.

Praxishinweis: Warum sollten sie es unterbinden? Wollen Sie halb blinde User oder solche ohne Brille zwingend von der Nutzung ihrer Website fern halten? Dann nur zu!

Unter Aspekten der Usability sollten Sie dies aber niemals tun!

minimum-scale und maximum-scale

Legt fest wie weit maximal heraus (minimum-scale) bzw. herein (maximum-scale) gezoomed werden darf. Auch wenn es häufig Verwendung findet, steht die Sinnhaftigkeit zur Disposition – überlassen Sie Ihren Usern doch einfach die Freiheit, Ihre Anwendung so zu nutzen, wie SIE es wünschen!

Weitere META-Elemente für „Mobile Use Cases“..

Nur der Vollständigkeit halber – es gibt eine Vielzahl weiterer Metas, die für Mobilgeräte durchaus Sinn machen können wie z.B. folgende. Diese machen eine Website z.B. als „WebApp“ verfügbar:

<meta name="mobile-web-app-capable" content="yes">
<meta name="apple-mobile-web-app-capable" content="yes">
<meta name="apple-mobile-web-app-title" content="TARThemes.com - die WebApp">

Ausführliche Dokumentationen finden Sie auf den Seiten von Apple bzw. Google.

Diese Fakten werden aber mit hundertprozentiger Sicherheit nicht in der anstehenden Prüfung abgefragt.

Meta-Angaben nach Dublin Core

Vorab: DC-Metas werden mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit nicht bei der Prüfung abgefragt.

DC-Metatags validieren nicht mit HTML5. Um dennoch Verwendung zu finden, müss(t)e das DC Elements bzw. Terms Schema zunächst „registriert“ werden:

<link rel="schema.dcterms" href="http://purl.org/dc/terms/"> bzw. <link rel="schema.dc" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/">

Weitere Infos zu DC-Metaterms und DC-Metaelements, sowie eine Übersicht über ALLE HTML5-validen Metas finden Sie bei der WHATWG.

Opengraph-Tags

Opengraph Tags wurden zwar (m.W. nach) von Facebook entworfen, allerdings handelt es sich um einen offenen Standard. Nach meinem aktuellen Kenntnisstand werden diese zur Zeit – wenn auch teils in leicht abgewandelter bzw. Platform-spezifischer Notation – von folgenden Websites unterstützt: Facebook, Pinterest, Linkedin, Twitter und Google Plus.

Für deren Nutzung wurden die bestehenden Meta-Elemente um einige spezifische erweitert. Eine gute Übersicht dazu liefert die Website „The Open Graph protocol“.

Ein Vergleich: Ohne bzw. mit mangelhaften Opengraph-Tags: www.prinz.de

Ohne Opengraph-Tags

Ohne Opengraph-Tags

Mit Opengraph-Tags: www.foodistas.de

Mit Opengraph Tags

Mit Opengraph Tags

Hinweis: BEIDE Lösungen sind nicht optimal! Hier kann man noch einiges nachbessern.

Unterschiede:

  1. Bei Prinz kann ich als User auf facebook aus unterschiedlichen Bildern auswählen. Das mag nicht immer zielführend sein.
    1. Der Nutzer nimmt – weil faul – meist ohnehin das erste angebotene Bild. Diese werden aus ALLEN Bildern der Seite aber rein zufällig „ausgewürfelt“. Im ersten Fall ist das wohl wenig repräsentativ für den Inhalt der Webseite, oder?
    2. Als Website Betreibe möchte ich ggf. ein bestimmtes Bild festlegen – das ist im Fall des Rezeptes auf Foodistas durchaus wesentlich besser gelöst. Wie repräsentativ wäre wohl ein Bild mit den Zutaten für das Rezept im Gegensatz zu der wirklich ansprechenden Präsentation des fertigen Gerichts wie oben?
    3. Unter Umständen wurden die Bilder für den Beitrag durch einen professionellen Photographen erstellt. Der Betreiber hat aber nur eine Lizenz für die Nutzung auf der eigenen Website erworben. Das „Zur-Verfügung-Stellen“ auf Social Media Plattformen ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht, das durch den Photographen geahndet werden kann.
  2. Bei Prinz wurde keine eigene Description als OG-Tag festgelegt, sondern ein Auszug aus der Seite genommen. Epic Fail!
    User reagieren auf Social Media Plattformen VÖLLIG anders als in den SERPS bei Suchmaschinen – hier führt eine Fragestellung oder ein Interaktionsaufruf zu erheblich mehr Interaktionen / Shares / Likes / Comments etc.

Verbesserungsmöglichkeit bei beiden: Leider ist das Bild für Social Media Plattformen innerhalb der OG-Tags nicht groß genug und hat nicht das richtige Seitenverhältnis, deshalb wird es als „Briefmarke“ neben dem Text angezeigt, der Text dafür abgeschnitten. Die CTR für ein solches Bild ist vergleichsweise gering, wenn man weiß, dass grade große Bilder die meisten Interaktionen hervorrufen.

Besser wäre es, wenn es über die volle Breite oberhalb des Textes gehen würde. Dazu muss es mindestens 1200 × 630px groß sein. Quadratische Bilder oder solche die nicht diesem Seitenverhältnis (in etwa) entsprechen werden ohnehin zumeist ebenfalls neben dem Text statt darüber angezeigt.

Genaue Informationen dazu finden sich in den Developer FAQs der jeweiligen Social Media Plattformen.

Rich Snippets

Rich Snippets werden – vermutlich – ebenso wenig wie die Opengraph-Tags im Rahmen der Prüfung eine Rolle spielen. In der Praxis erhält man aber mit ihrer Integration teils erhebliche marktwerte Vorteile. Deshalb sei dieser Bereich ebenfalls sehr kurz gehalten.

Rich Snippets - Beispiel Rezepte

Rich Snippets – Beispiel Rezepte

Wenn eine Webseite nur mit den eigentlichen Meta-Elementen versehen wird, erhält sie zwar ggf. einen Vorteil für die maschinelle Verarbeitung, aber für den Website-bzw. vielmehr Suchmaschinen-Nutzer bringt dies auf den ersten Blick keinen nennenswerten Vorteil.

U.a. Google stellt aber eine Möglichkeit zur Verfügung, die sich „Rich Snippets“ nennt. Damit lassen sich die Suchergebnisse für folgende Web-Contents für den Suchmaschinen-Nutzer „attraktiver“ gestalten: Personen, Produkte, Events, Organisationen und Filme.

Ein Beispiel finden Sie oben.  Beide wurden mit – unterschiedlichen – Rich Snippets versehen, um zum Beispiel ein Bild zu inkludieren. Natürlich ist ein Suchergebnis mit einem ansprechenden Bild oder hohen Bewertungen, Kalorienangaben, Zubereitungszeit etc. für den Suchenden weitaus attraktiver als eines ohne – und resultiert in weitaus höheren CTR´s, wie die Erfahrung zeigt.

Einen einfach zu nutzenden Generator für Rich Snippets finden Sie z.B. auf Rich Snippet Generator, eine Übersicht über „Structured Data“ in der Dokumentation von Google.

EXIF-Tags

Merke: Auch wenn JPEG-Dateien Meta-DATEN enthalten – fallen diese per Definition einfach nicht unter „META-ELEMENTE“. Insofern halte ich es per se für ausgeschlossen, dass diese in der Prüfung in dieser U5 Verwendung finden. Aber: Es gibt aber auch noch den Punkt „Bild-Dateiformate“ – hier mag dies durchaus eine Rolle spielen!

EXIF-Tags werden von den meisten Digitalkameras automatisch geschrieben. Diese können neben zahlreichen standardisierten Infos zur Kamera (siehe Screenshot) z.B. auch Geo-Daten beinhalten, sodass Sie Ihre Bilder zum Beispiel auch bei Google Earth hochladen können und diese Bilder (mit zusätzlichen Tools) auf der Karte direkt verortet werden können.

Verfügt man über tausende Bilder, so kann man auch Schlagworte, Bildbeschreibung, Copyright und vieles mehr angeben, um ein einzelnes Bild leichter zu finden. Nicht viel anders arbeiten auch die meisten Stock-Photography Dienste. Wenn Sie diese Daten auch direkt in das jeweilige CMS übernehmen, aber das tut für uns nichts zur Sache. Auch Adobe Bridge nutzt diese Informationen.

Unten sehen Sie ein Beispiel für EXIF-Daten zum nebenstehenden Bild. Bei Klick auf das Bild sehen Sie eine Vergrößerung.

"Show me yours and I´ll show you mine.."

„Show me yours and I´ll show you mine..“

EXIF-Daten, Beispiel

EXIF-Daten, Beispiel

ID3-Tags bei MP3-Dateien

Für ID3´s gilt inhaltlich das Gleiche wie für EXIF-Daten bei JPEG´s. Der Vollständigkeit halber seien aber auch diese erwähnt.

Stellen Sie sich die Frage, wie man unter tausenden von MP3´s, die wahrscheinlich die meisten von Ihnen besitzen, Dateien nach Genre listen kann. Über den Dateinamen geht dies nicht. Zu den ID3-Tags können Sie auch ein Bild hinzufügen, so dass beim Abspielen ein Cover zum jeweiligen Tune angezeigt wird. Das bläht die Datei natürlich auf, ohne dass sie besser klingt.

ID3-Tags, Beispiel

ID3-Tags, Beispiel

Lesenswerte Links zum Thema

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Meta-Element
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Metadaten
  • https://www.sistrix.de/frag-sistrix/meta-element-meta-tag/welche-arten-meta-elemente-meta-tags-gibt-es/
  • https://www.sistrix.de/frag-sistrix/meta-element-meta-tag/welche-metatags-sind-seo-relevant-und-welche-nicht/
  • https://support.google.com/webmasters/answer/79812?hl=de
  • http://andreas-pfund.de/definition/metadaten/metadaten.php
  • https://developers.google.com/structured-data/
  • http://ogp.me/
  • http://webkompetenz.wikidot.com/html-handbuch:rdf-dublin-core
Thomas A. Reinert
Freelancer, MediaDesign, CEO TARThemes.com bei TAR MediaDesign
Thomas ist (hauptsächlich) Frontend-Entwickler auf Basis von HTML5, CSS3 und jQuery. Nach insgesamt 35 Jahren Programmiererfahrung, 20 davon als Webentwickler und knapp 10 Jahren Wordpress hat er einen guten Einblick in das Backend, die Theme- sowie Plugin-Programmierung und individuelle Anpassungen an die jeweiligen Projektvoraussetzungen. Zusätzlich unterrichtet er als freier Dozent in der Berufsbildung und ist seit 2013 im Prüfungsausschuss der IHK Köln für "Mediengestalter Digital und Print, Fachrichtung Digital" tätig.

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